2024 Teil 1: Erster Teil (krasser Titel)

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Alles Gute und ein frohes neues Jahr! Wir sind noch nicht im Februar, also ist das noch erlaubt. Wenn ihr das nach Januar lest, dann habt ihr Verspätung, und nicht ich. Wie jetzt falsches Jahr?
Aber egal. Was sind eure Vorsätze für das neue Jahr? Ich habe mir vorgenommen, den selben Vorsatz wie die letzten 15 Jahre einzuhalten. Und zwar zu überleben. Das hat bisher gut geklappt, zu euer aller Leidwesen. Man soll ja nicht von einem rennenden Esel abspringen. Oder irgendwas in die Richtung. 
Jedenfalls wird dieser Artikel zu kurz für eine ausgiebige Einleitung, die diese Bezeichnung verdient hat. Ich habe es mir aber trotzdem nicht nehmen lassen, euch den gewohnten Betrag an Verwirrung mitzugeben, nur in etwas höherer Konzentration. Das ist wie bei Sirup, den muss man verdünnen, BEVOR man ihn trinkt.
Also, schönes Betrachten und Zuhören.

Marcel fängt das neue Jahr bestmöglich an: Er ist krank. Aber wenigstens fällt sein Geburtstag auch dieses Jahr wieder auf den Kindertag in Thailand. Und wo ist mein Ballon?
In Thailand, zwischen November und März, ist hier touristische Hochsaison. Nicht nur für die Menschen, die in der sogenannten Bewirtung arbeiten, sondern auch für uns, da Annas Mutti mit ihrem Mann und Marcels Papa uns zu der Zeit besuchen kommen. 
Mit Marcels Papa geht es auf Kajaktour auf dem Fluss der Stadt. Während der Nacht. Wir fangen im Jungle mit der (sehr) langsamen Abfahrt den Fluss runter an, der fast genauso starr ist wie ein See. Und im Jungle, nun, da ist halt dunkel. Und dort gibt es alles mögliche Viehzeug. Der Kajakführer leuchtet mit seiner kleinen Taschenlampe systematisch die Flussufer ab, auf der Suche nach etwaigen Pythons, die gerade ihre Badehose anziehen um sich zu uns in den trüben Gewässern dazu zugesellen. Ja, die Dinger können schwimmen. 
Das Ganze ist nichts für schwache Nerven und das war das einzige Mal, dass ich froh war, danach wieder zurück in Chiang Mai zu sein. 

Ich verbinde die Reise meines Vaters damit, ihn auf der Rückreise nach Deutschland zu begleiten. Fast direkt aus dem Flugzeug raus esse ich meinen ersten Döner. 
Da es eher frisch ist, bietet es sich natürlich an, winterliche Aktivitäten zu machen. Dazu gehört auch Schlittschuhfahren. Das kann man heutzutage natürlich auch in tropischen Ländern machen, es ist aber trotzdem cooler, wenn man sich dabei die Hacken abfriert. 
Aber ich mache auch Dinge, die nicht wirklich zum Thema Winter gehören. Mit Philipp geht es zum Mini-Mini-Golf-Billiard. Das ist wie Mini-Golf, nur noch kleiner (daher die zwei Minis, ihr habt keinen Schlaganfall) auf Tischen und mit einem Billiardschläger. 
Und noch eine letzte Aktivität bevor es zurück ins Flugzeug nach Thailand geht: Minigolf. Diesmal die eher konservative Variante auf dem Boden und mit Golfschlägern. Aber zusätzlich bei Schwarzlicht und mit drei D Brillen auf der Nase.

Zurück in Thailand habe ich einen Jetlag von einem anderen Stern. Ich wache zwei Uhr nachts auf und schlafe um sechs wieder ein. Reisen in die andere Richtung ist einfacher, spät schlafen gehen übe ich schon seit kleinauf.

Die Rauchzeit kündigt sich dieses Jahr besonders rabiat an. In nur zwei Tagen verschwindet der Berg hinter unserem Haus völlig hinter einem Vorhang Farbe eklig grau und Chiang Mai findet sich wieder einmal an der Spitze der Städte mit der schlechtesten Luft der Städte die diese Art von Statistiken erheben. 
Da Dinge draußen zu unternehmen nicht nur keinen Spaß macht sondern auch der Gesundheit schädigen kann, machen wir halt Drinnen-Sachen. Wir gehen zum ersten Mal (nach immerhin drei Jahren) ins Kino in Thailand. Hier wird, vor jedem Film und nach den dreißig Minuten Werbung, die Hymne des Königs gespielt und alle stehen von ihren Sesseln während dieser zwei Minuten auf. 
Zur gleichen Zeit schrumpft die Welt draußen. In einem Video, das am Flughafen gedreht wurde, kann man ein abhebendes Flugzeug sehen, dass, beim sich entfernen vom Standpunkt der Kamera, vom Rauch in weniger als einer Sekunde verschluckt wird.
 
Wir machen es wie die Passagiere dieses Flugzeugs und verlassen Chiang Mai für das Osterwochenende. Ziel: Bangkok. Mit 17 Millionen Einwohnern im Einzugsgebiet ist die Stadt nicht unbedingt als Luftkurort bekannt, weist aber eine weitaus bessere Luftqualität auf. 
Wir wählen den kleineren der beiden Flughäfen Bangkoks, weil dort etwas weniger los ist. Dieser Flughafen hat die Eigenheit, dass sich auf seinem Gebiet ein Golfplatz befindet. Inmitten der Pisten. Doch, zwischen den beiden Pisten kann man Menschen Golf spielen und mit kleinen Golfwagen rumfahren sehen, währen man gerade landet oder abhebt. Aber keine Sorge, ein Ampelsystem gibt den Spielern bescheid, wann ein Flugzeug ankommt oder abfliegt und sie ihr Spiel unterbrechen müssen. Das heißt, da hier mehr als 30 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden, andauernd.

Das erste, was wir in Bangkok machen, ist, im "Chérie Café" einer Überdosis Zucker zu uns zu nehmen. Wir brauchen wirklich nichts Süßes mehr bis zu unserer Rückkehr nach Chiang Mai.
Wir haben unser Hotel klug aufgrund seiner Lage ausgesucht, wie viele Menschen das auch machen. Unser Hotel befindet sich also nicht all zu weit vom "Berlin's" entfernt. Dabei handelt es sich um das einzige Schnellrestaurant in ganz Thailand, dass echten deutschen Döner anbietet. Wir essen natürlich mehr als nur einen während unseres Aufenthalts.
Wir gehen uns ein Symphonieorchester anschauen und anhören. Zum ersten Mal für uns beide. Wir sind von der Zugabe erstaunt, bei der der Dirigent als betrunkener Pirat zurück auf die Bühne kommt. 
Das nächste Ziel ist das Erawanmuseum. Hier gibt es überall Elefanten. Oder zumindest Elefantenstatuen. Das Meisterstück: ein Gebäude in Form eines Elefanten mit drei Köpfen, in die man hineingehen kann. Das Ganze fünfzehn Stockwerke hoch. 
Wir gehen auf eine Ausstellung von Louis Vuitton, wo Anna eine Tasche gewinnt. Eine echte Tasche von Louis Vuitton! lässt sie sich nicht nehmen, es jedem zu erzählen. Es ist zwar nur eine Einkaufstasche, aber von Louis Vuitton, immerhin. 
Wir gehen in eine Spazierstraße mit einem Tiermarkt. Hier gibt es Papageien, kleine Schweinchen, Schlangen und Schildkröten, die zu fliehen versuchen. Langsam.
Am nächsten Tag überfallen wir eine Bank. Die Shiti-Bank, um genau zu sein. In einem Ausreißspiel, wie die Jugend heutzutage sagt.
Wir essen einen letzten Döner, überqueren den Fluss auf einem Boot für phänomenale 10 cent und dann geht es schon wieder zurück nach Hause.

Also, Küsschen und bis zum nächsten Mal. Ja, es ist schon wieder vorbei. Ja, hatte ich ja eingangs erwähnt, dass es kurz werden wird. Das stammt von der Sorge und dem Bedürfnis, schlüssige Artikel zum selben Thema zu produzieren, ohne dabei am falschen Ort kappen zu müssen und um Artikel mit höherer Häufigkeit veröffentlichen zu können. Und vielleicht auch ein bisschen Wurstigkeit, die da mitspielt, aber wirklich nur ein bisschen.

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