Nichtsdestotrotz verfeinerte er seine Späße, holte einen oder zwei hier und da mal raus um zu sehen, was die Leute davon hielten. Das Ergebnis war durchwachsen.
Eines Tages dachte er, alles egal, ich haue jetzt meinen besten raus. Wenigstens die Intelligenten sollten meinen ausgefeilten Humor doch verstehen.
Sein Humor war mit Sicherheit ausgefeilt. Und so subtil, dass selbst seine Fans nicht immer verstanden, dass er nur Witze erzählt.
Er dachte sich, alles halb so wild, der Tag für meinen besten Witz ist gekommen. Wenn der nicht die Welt zum Lachen bringt, dann hänge ich meine Komikerkarriere an den Nagel.
Und so geschah es, Anno Domini 2016, dass er seine Kandidatur zur Präsidentschaftswahlen der Vereinigten Staaten angekündigte.
Ja schönen guten Abend, wie geht es euch? Habt ihr schon euer antibakterielles Gel geschnieft? Nicht? Also ich halte das für eine gute Empfehlung. Ich bin zwar kein Arzt, aber wenn das die Bakterien an euren Händen abtötet, dann kann das eurer Nase ja nicht schaden, right (oder? Anm. d. Ü.)?
Zuerst die guten Nachrichten: Japan hat uns zurückgezahlt! Wir sind dabei sogar ein paar Euronen reicher geworden, dank Fuktu, Fluguta, dank Wertänderungen von Währungen abhängig von Angebot und Nachfrage an den Finanzmärkten.
Das Wetter macht mit uns so seine Späße. Es sind 20 Grad und wir haben kaum unseren Pullover ausgezogen, als schon wieder dicke Flocken vom Himmel fallen. Und damit meine ich nicht meine Schuppen, hm?
Wir fahren mit dem Zug nach Jeongdongjin. Auf dem Weg sehen wir viel Stacheldraht, der die Straße vom Strand absperrt. Dieser Teil Südkoreas gehörte zum Beginn des Krieges zu Nordkorea. Den Stacheldraht hat man einfach stehen lassen.
Am Strand in Jeongdongjin angekommen, wird ein ausrangierter Zug als Zeitmuseum genutzt. Wir haben auch welche und geben dem ganzen ein Versuch.
Hier mal wieder eine kleine Koreanischlektion für euch. Wenn der Café fertig ist, sagt man in der Bar keopi nawasseumnida. Das 'o' im Kaffee (keopi) ist offen. Das klingt in etwa wie das 'o' in "Boh ey!".
Wenn ihr das 'o' geschossen lasst, dann seid ihr essentiell am sagen, dass Blut aus der Nase kommt (was nach zuviel Desinfektionsmittel schnüffelt). Kein Grund zum Danken, ich mach das zum Vergnügen.
Mit unseren anderen Teammitglieder machen wir eine Fahrradtour um den See. Das Wetter ist toll und der Wind erträglich. Wir stoßen auf einen Postkasten, der Postkarten ausgibt und die ein Jahr später verschickt werden. Ja, das ist so gewollt. Und kostenlos. Und auch nicht langsamer als die Post bei uns.
Wir gehen Burger essen. Im Kia Ora, einem neuseeländischen Burgerschuppen in Gangneung.
Doo-Young nimmt mich mit an einem Ort, wo man Baseball üben kann. Ich finde mich in einem Käfig wieder, Baseballschläger in der Hand. Eine Maschine schießt Bälle mit 130 Sachen (ohne zu übertreiben). Ich beschließe aufzuhören, kurz nachdem die Maschine sich in ein Maschinengewehr verwandelt und Ball nach Ball raushaut. Ist das gefährlich? Total, am nächsten Tag konnte ich mich kaum bewegen.
Unsere Alienkarten sind endlich in der Post und wir können nun offiziell ein Bankkonto eröffnen und Arbeit klauen. Wir dürfen aber nur Teilzeit machen. Hier wieder eine kurze Koreanischlektion: Teilzeit arbeiten heisst hier areubaiteu. Klingt ein bisschen nach Arbeit, oder? Genau da kommt das Wort (nach einem kleinen Umweg über Japan, wo das Wort ebenfalls für Teilzeit genutzt wird) auch her. Auf deutsche Weise arbeiten ist also Teilzeit, mag man glauben.
Wir fahren zum Strand in Sacheon, eine gute Stunde von zu Hause entfernt, wo Hailey uns in die Herberge ihrer Freundin einlädt. Während wir trinken hören wir nicht auf zu futtern. Als das Bierfass dann auch die Fahne schwingt, gehen wir schlafen. Wir wachen mit Blick auf den Strand auf, mit Wellen und Möwen. Wir müssen nur den Kopf etwas heben und, hops, eine Welle. Oh, noch eine (falls ihr vergessen habt, wie es ist, am Strand zu sein).
Wir gehen wieder einmal surfen. Diesmal gibt es aber nur wenige Wellen und wenn dann mal eine kommt, beginnt die grosse Rangelei. Ich mach Blödsinn auf meinem Brett aus Langeweile und höre erst damit auf, als es mir direkt ins Gesicht klatscht.
Und nochmal koreanische Barbecue mit, unter anderem, Schweinshaut die auf dem Grill zu neuem Leben erweckt zu sein scheint und sogar vom Grill runterspringt. Es hat eine gummiartige, gesalzene Textur, falls ihr euch fragt.
Uns wird erklärt, dass Alter in Korea anders funktioniert. Wir sind demnach ein Jahr älter geworden, als wir in Korea eingereist sind. Und ihr habt uns nicht einmal alles Gute zum Geburtstag gewünscht!
Das Radio im Zug anzumachen war übrigens eine super Idee. Das Land ist in etwa das Gegenteil der Niederlande und scheint nur aus Bergen zu bestehen. Wir fahren demnach durch etwa eine Million Tunnel, wo es natürlich keinen Radioempfang gibt.
Andong befindet sich in der Region Nordgyeongsang, der vom Virus am zweitstärksten betroffenen Region (nach der Metropole Daegu) vor etwas mehr als ein Monat.
Inzwischen gibt es keine reelle Gefahr mehr hier, aber die Maßnahmen zur Distanzierung sind weiterhin präsent. Weshalb am Abend, vor unserem Hotel, Totenstille herrscht und wir den Eindruck haben, die letzten Überlebenden nach einer Invasion Außerirdischer zu sein.
Am Morgen aber, auf dem Markt nebenan, wimmelt es nur so von alten Leuten mit Gartenhandschuhen (und Masken, natürlich), aus welchem Grund auch immer, und wir haben Mühe, bus zur Bushaltestelle durchzukommen.
Eine andere Wahl-Anbagger-Methode besteht daraus, sich auf Pfeifensignal an einer grossen Kreuzung vor den vorbeifahrenden Autos zu verbeugen.
Es ist der richtige Zeitpunkt zu spazieren. Die Kirschbäume blühen überall. Während wir gerade unsere Pizzareste vom Vorabend auf einer Bank unter den Kirschbäumen verkosten, kommt Vater Gabriel vorbei und macht Werbung für seine katholische Schule. Er will uns auch dabei haben. Nein, nicht als Katholiken, sondern als Englischlehrer.
Unser neuer Chef holt uns vor unserem Motel ab und wir fahren in ein kleines Dorf etwa eine Stunde entfernt. Hier werden wir die nächsten Wochen, zusammen mit vier anderen Ausländern (zur Abwechslung), Felder bearbeiten und in seinem Restaurant essen.
Er und seine Frau sprechen so gut wie gar kein Englisch, was für uns ein gutes Koreanischtraining ist.
So, das war's auch schon für heute. War flott, oder?
Ein letzter kleiner Tipp. Ich bin zwar kein Arzt, aber was wenn wir alle einfach mit Gammastrahlen bestrahlen? Das sollte dem Virus den Garaus machen, oder? Ich mein, wenn das in Tschernobyl klappt, warum sollte das nicht überall klappen? In Tschernobyl gibt's kein Virus, soweit ich weiss.
Also, bis Küsschen und bis bald!
Jetzt geht es auch direkt und ohne Umschweife weiter mit unserem Echterfunden.
Hier noch einmal die Regeln zur Erinnerung: Unter den drei folgenden Vorschlägen muss man die echten von den erfundenen trennen.
Die Lösung findet ihr ganz unten nach den Bildern. Viel Spaß damit.
*Wer schummelt, muss einen Hut aus Aluminium stricken um sich vor 5G-Strahlen zu schützen (und vor den Anti-Apfel-Gedanken-detektoren, natürlich). Und ja, stricken, sonst funktioniert das nicht.
1 : Zum Geburtstag wird hier Algensuppe gegessen.
2 : Wenn man den Geburtstag eines Familienmitglied vergisst, dann darf man demjenigen eine neue Frisur verpassen.
3 : Geburtstage werden hier anders gezählt. Alle altern am 1. Januar. Und es wird mit eins angefangen, nicht mit null.













































































































































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