2023 Teil 2: Die Reise(n) geht weiter

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Willkommen zurück und ein frohes neues Jahr! Schon wieder ein neues Jahr, fragt ihr? Hört das denn nie auf? Bin ich schon wieder gealtert? Legt mal eure Lektürebrille auf euren Nachttisch ab, steht auf (aber nicht zu schnell), macht euren Bademantel zu und geht euch im Badezimmerspiegel begutachten. Bringt etwas Ordnung in eure Haare, falls ihr noch welche habt, und setzt eure Brille auf, wenn nötig. Jetzt sagt euch, dass ihr nicht nur älter geworden seid. „Überlebt habe ich!“ Bravo! Sagt das aber etwas lauter, euer Spiegelbild hat euch nicht so richtig gehört.

Wie? Was?

Dieser Satz, den ihr jetzt gerade im Augenblick lest ist nur dafür gedacht, einen super flüssigen Übergang zum Hauptthema unseres Blogs zu machen: Das Reisen.

Also, um ein paar Verwirrungen zu entwirren, die bei der letzten Sendung unserer Erzählungen verwirrten: Diese schöne Ansammlung an Wörtern, die die Ehre habt, gerade zu lesen, handeln von unseren Abenteuern im letzten Jahr. 2023. Wenn ihr die Erzählungen dieses Jahres, anno domini 2024, lesen wollt, müsst ihr noch zwei bis drei weitere Jahre warten. Werkjahre. Dankeschön.

Wir entfliehen erneut dem Qualm, indem wir diesmal nach Hanoi fliegen, der Hauptstadt Vietnams. Hier sind sie gerade nur auf dem zweiten Platz weltweit mit Luftverschmutzung, nach Chiang Mai.

Ohne uns darüber vornherein im Klaren zu sein, haben wir unser Hotel mitten im Feierviertel gebucht. Und das auch noch am Wochenende. Am Abend, wenn wir runtergehen, navigieren wir durch die Flüsse an Menschenmassen, um irgendwo hinzukommen.

Wir gehen uns ein Marionettenspiel anschauen, das im Wasser stattfindet. Ja, das ist Theater, wo die Marionetten sich aus einem uns unbekannten Grund im Wasser befinden. Die Schauspieler verstecken sich hinter einem Vorhang und befinden sich ebenfalls im Wasser, um die Puppen zu halten und zu steuern. Das Ganze wird von Gesang, Dialogen und Musik begleitet.

Als wir aus dem Theater rauskommen, finden wir uns plötzlich mitten unter den Zuschauern einer Show von Straßenkünstlern. Wasser- und Feuerspucker, Pflanzentopfjonglierer, Marionettentänzer, Pflanzentopf-auf-der-Stirn-Balancierer (da war wahrscheinlich gerade bei Obi ein Angebot), und noch viele andere. Da gerade Wochenende ist, sind Großteile der historischen Altstadt für motorisierte Vehikel gesperrt. Die Leute nutzen diese Gelegenheit dafür, ihre Kinder auf den Mini-Elektroautos herumkurven zu lassen, die man überall ausleihen kann.

Wir werden von ein paar jungen Schülern angequatscht, die uns ein paar Fragen auf Englisch stellen, um ihre Englischkenntnisse zu trainieren. Wir wurden hierzu vorgewarnt, das passiert hier oft. Zum Abschluss machen wir noch zusammen ein Photo und ein Englischlehrer irgendwo in Hanoi kann jetzt über die gute Form unserer Fingerherzen richten.

Wir gehen in ein Café, dessen Wände mit Schichten über Schichten mit bunten Notizen übersät sind. Wir hinterlassen auch ein paar. Wir wissen nur nicht mehr, was wir geschrieben haben oder wo wir sie hingeklebt haben, aber wir sind uns sicher, dass das ganze wie immer äußerst tiefgründig sein musste.

Wie ihr wisst, wechselt sich das Tierkreiszeichen im chinesischen Kalender jedes Jahr aufs Neue. Dieses Jahr ist Jahr des Hasens überall in der Welt. Überall, außer in Vietnam. Hier ist es das Jahr der Katze.

Eines schönen Sonntags nehmen wir die Metro in Hanoi. Sie ist komplett neu und fährt nicht durch die historische Altstadt, da dort eh nur Touristen unterwegs sind. Sie hat auch nur zehn Stationen und ist die erste und einzige Metrolinie überhaupt im Land. Die Vietnamesen lieben sie so sehr, dass sie sogar ihre sonntäglichen Ausflüge in die Metro versetzen. Sie sind gut angezogen und posieren für Photos. Manche haben sogar ein Buch mitgebracht und tuen so, als ob sie lesen, um ein Photo Stil „Ich pendle zur Arbeit“ zu machen. Da dies ein Skytrain ist, also eine Metro, die oberhalb der Straße auf einer Art Brücke langfährt, können wir gleichzeitig auch die Stadt bestaunen, die an uns vorbeizieht. Wir sind fast genauso entzückt wie die Leute um uns herum.

Auf halbem Weg steigen wir aus um umzukehren und befinden uns auf einmal direkt über der gigantischsten Kreuzung, die wir je gesehen haben, mit unzähligen Spuren, U-Turns, Brücken, Tunneln, und Menschen, die von überall nach überall fahren.

Zurück in der Stadt sieht Anna ein paar Spanferkel auf einem Spieß an einem Straßengrill, und weist mich ganz aufgeregt darauf hin. Nach näherer Begutachtung ist uns klar, dass es sich hierbei nicht um Schweine handelt, sondern um gar gebratene Hunde. Deshalb sahen die auch so mager aus.

Ihr habt vielleicht schon einmal von der Allgegenwärtigkeit der Mopeds in Vietnam gehört. Hier fährt jeder und seine Mutter Moped. Wir wollen bei diesem Zirkus auch mitmachen und bestellen uns jeder ein Mopedtaxi woanders hin. Trotz dieses vermeintlichen Chaos ist der Verkehr hier sicherer als in Thailand, wo jeder für sich fährt und die ganzen Pick-Up-Trucks die Mopeds gerne übersehen. In Thailand sind die Leute auch so stur, keinen Helm aufsetzen zu wollen. Aus diesen und anderen Gründen ist es kaum verwunderlich, dass Thailand die weltweit höchste Todesrate im Verkehr hat.

Wir gehen die berühmte Train Street in Hanoi anschauen. Hier fahren Züge sehr nah an Häusern entlang, die zu Cafés umfunktioniert wurden. Die Regierung hatte vor zwei Jahren den Zugang über die Gleise verboten, weshalb man nun von den Verkäufern angeworben werden muss um in ein solches Café eintreten zu können – um schließlich hinter der vom Staat bewachten Absperrung über die Bahngleise zu gehen. Wir setzen uns in ein Café in den 1. Stock, bestellen ein Bier und schauen den Zug unter unserer Nase entlangfahren. Als der Zug durch ist, klatschen alle.

Zurück in der Stadt kaufen wir uns an einem Stand Snacks, die mit Trockeneis eingefroren wurden. Das macht ordentlich Rauch und amüsiert Kinder. Und uns auch.

Für den nächsten Tag haben wir eine Tour in die Ha Long Bucht gebucht. Diese Bucht ist bei Touristen wie uns besonders beliebt, weil diese ganzen kleinen Inseln schön anzusehen sind, viele Aussichtspunkte haben und es überraschende Höhlen zu entdecken gibt. Wir haben weniger Glück mit dem Wetter und die Inseln sind leicht hinter dichtem Nebel versteckt. Ja, hier gibt es Nebel, weil es gerade nicht sonderlich warm ist. Hier im Norden Vietnams gibt es sogar einen Winter, während dessen muss man sich sehr warm anziehen muss.

Auf der Rückfahrt auf dem Boot wird Tanzmusik gespielt. Der DJ, für das Finale, spielt ein unglaubliches Lied, laut ihm. Und er hatte Recht, wir befinden uns also schließlich auf dem Meer, umgeben von spitzen Inseln, etwas versteckt hinter Wolken, und als Hintergrundmusik spielt der Ententanz.

Zurück in Hanoi versuchen wir für Marcel einen Straßenfrisör zu finden. Vergebens. Wir fragen im Hotel nach, wo uns versichert wird, dass es sie überall gibt, aber da sie keine feste Adresse haben, kann man uns leider nicht sagen, wo genau wir suchen müssen. Kein neuer Schnitt für Marcel dieses Mal.

Wir steigen wieder ins Flug, um zurück nach Chiang Mai zu fliegen. Auf halbem Weg kündigt uns der Pilot das gegenwärtige Wetter in Chiang Mai an: Rauch.

Nach ein paar Wochen schlechter Luft begeben wir uns in die Innenstadt, um am dritten Neujahr des Jahres teilzunehmen: Song Kran. Das ist das thailändische Neujahr, aber im Westen ist es eher als die größte Wasserschlacht der Welt bekannt. Während drei Tagen, überall in Thailand, schießen sich Menschen mit Wasserpistolen ab oder kippen sich gegenseitig Eimer mit eiskaltem Wasser über. Die Eiswürfelfabriken beliefern Stände in der Straße mit riesigen Eisblöcken, um das Wasser, das später auf die Leute geworfen wird, schön eiskalt zu machen. Wir sagen euch, das ist alles ganz lustig, bis man zehn Liter Eiswasser den Rücken runter gegossen bekommt.

Wir kaufen uns trotzdem eine Wasserpistole, nein, ein Wassergewehr, und machen beim allgemeinem Gefecht mit, bevor wir uns in ein Taxi setzen und zur Arbeit fahren. Heute ist Feiertag, aber nicht für uns, da wir die europäischen Feiertage haben. Wir ziehen uns auf der Toilette auf Arbeit um, da wir bis auf die Unterhose nass sind, und fangen unseren Arbeitstag an.

Marcels Theatergruppe fragt ihn, ob er ein Werbevideo für die nächste Aufführung machen kann. Er findet sich auch auf einmal auf der Bühne wieder. Überraschung!

Zur gleichen Zeit finden auch Wahlen in Thailand statt. Die ersten Wahlen seit langer Zeit. Seit dem letzten Staatsstreich vor acht Jahren, um genau zu sein. Alle sind gespannt und etwas verängstigt, was da wohl geschehen mag, insbesondere wir Migranten mit leicht zerbrechlichem Aufenthaltsstatus.

Unabhängig von dieser ganzen Geschichte haben wir jedoch Visumsprobleme. Nicht, weil wir etwa Verbrechen begangen oder gegen die Bedingungen unserer Arbeitserlaubnis verstoßen haben. Nein, sondern weil wir das Land für drei Tage für Urlaub verlassen hatten, nachdem unser Arbeitgeber die Anfrage für die Visumserneuerung an das Investionskomitee Thailands geschickt hatte. Deswegen wurde diese Anfrage storniert und unsere Arbeit musste alle Papiere noch einmal neu machen. Das wäre an sich kein großes Problem, zumindest für uns, wenn unsere Visa nicht in ein paar Wochen ablaufen würden. Etwa eine Woche bevor wir das Land verlassen müssten, bekommen wir dann auch die Verlängerung und dürfen weiter in Thailand leben und arbeiten.

Um den Erfolg dieses bürokratischen Schwachsinns zu feiern, können wir nun auch wieder in den Urlaub fahren. Dieses Mal heißt das Ziel Singapur.

Singapur wird auch die Schweiz Asiens genannt. Nicht, weil das kleine Land fächenmäßig kaum größer als Hamburg ist oder weil es sich in den Bergen befindet oder weil die Einwohner einen dröhnenden Nationalismus hinter einem dünnen Schleier Höflichkeit verstecken, sondern weil die Lebenshaltungskosten dort sehr hoch sind.

Wir haben diese höheren Preise schon bei der Suche nach einer Unterkunft entdeckt. Nur Schlafsäle in Hostels waren dabei in unserem Budget, weshalb wir eine Doppelkapsel in einem Kapselraum gebucht haben.

Aber es ist nicht alles übermäßig teuer. Öffentliche Verkehrsmittel sind äußerst erschwinglich und wenn man in den sogenannten Hawker-Zentren isst, ruiniert man sich auch nicht beim Essen.

Und dank unserer Recherchen dürfen wir sogar an einer Fahrradtour mit Führer teilnehmen – komplett kostenlos. Danke, liebes Tourismusministerium von Singapur. Der Fahrradführer zeigt uns alles, was man gesehen haben muss, aber was uns am meisten geprägt hat, war die Fahrt durch ein Einkaufszentrum auf dem Rad auf einem Fahrradweg. Im Inneren des Einkaufszentrums.

Bei Nacht spazieren wir im ikonischen Stadtzentrum, wo das das Hotel mit dem Boot auf dem Kopf steht, unter anderem. Dahinter verbirgt sich ein riesiger Park mit hohen Türmen, die „Superbäume“ genannt werden, aus einem uns unerfindlichen Grund. Ihr habt mit Sicherheit schon Bilder von diesen „Bäumen“ gesehen.

Wie auch Malaysia ist Singapur ein multiethnisches und multireligiöses Land. Selbst wenn heute nichts mehr daran erinnert, so gab es noch vor 50 Jahren Rassenunruhen in diesem Land. Um diese Art von Problemen zu unterbinden und die Mischung aller dieser Ethnien zu fördern, hatte die Regierung mehrere Maßnahmen umgesetzt, die sich als wirkungsvoll herausgestellt haben.

Die Verfassung des Landes verspricht nicht nur Religionsfreiheit, sondern bekundet auch alle großen Weltreligionen als offizielle Religionen des Stadtstaats. Singapur hat deshalb ganze 10 offizielle Religionen. Das gleiche gilt für die offiziellen Sprachen des Landes: Singapur-Englisch (auch Singlish genannt), Singapur-Mandarin, Tamil und Malay. So fühlt sich niemand vernachlässigt.

Der Großteil der Singapurer, mehr als 80 %, leben in von der Regierung gebauten Wohnungen. In diesen Gebäuden gibt es eine Maximalquote an Einwohnern für jede Ethnie. Damit sich jeder mit jedem vermischt und um die Bildung von Ghettos zu vermeiden.

Es gibt in Singapur dennoch Viertel wie Chinatown oder Little India, die vor der Einführung dieser Maßnahmen entstanden. Wir gehen diese Viertel auch besichtigen und haben den Eindruck, jedesmal in ein anderes Land zu treten, wenn wir aus der Metro rauskommen.

Das Stadtzentrum ist sehr modern und zählt viele Wolkenkratzer. Dennoch haben die Einwohner ein bisschen Aberglauben beibehalten, den man selbst in der Architektur dieser Wolkenkratzer erkennen kann. Die Gebäude und selbst die Straßen beachten die Prinzipien des Feng Shui, die besagen, dass Energieflüsse nicht auf Hindernisse treffen dürfen, wenn man in der Zukunft nicht Pech haben will. Ihr habt sicherlich schon einmal davon gehört, wenn es um die Ausrichtung eures Sofas geht, aber diese Prinzipien müssen bei allen Größenordnungen beachtet werden. Manche Gebäude haben große Löcher oder eine bestimmte Form, damit Drachen besser durchfliegen können, ohne dabei gegen eben diese Gebäude zu stoßen. Wir sehen auch viel Grünzeug auf diesen Bauwerken. Das hat aber nichts mit Feng Shui zu tun, sondern liegt an einer Entscheidung der Regierung, die bestimmt, dass jeder durch Bauarbeiten entwurzelte Baum durch einen neuen Baum in der selben Zone ersetzt werden muss. Was dazu führt, dass neue Gebäude sehr viel grüner sind.

In Singapur gibt es auch unzählige Parks. Nicht nur Nachbarschaftsparks, in denen man spazieren gehen oder von Joggern umgerannt werden kann, sondern auch Nationalparks, Strände und wilde Tiere. Wir haben mit unseren eigenen Augen unter anderem Affen, Wildschweine und sogar Schlangen in freier Wildbahn gesehen.

Während der letzten 60 Jahre hat die Stadt die Fläche ihrer Inseln, auf der sie sich befindet, um 22 % vergrößert. Dennoch ist Platz Mangelware und damit dieser nicht für unnütze Dinge wie immer breitere Straßen verschwendet wird, wurde eine Höchstzahl an bei der Stadt gemeldeten Fahrzeugen eingeführt. Diese liegt zur Zeit bei 600 000. Wenn ihr ein Auto in Singapur kauft, müsst ihr auch eine Erlaubnis kaufen, damit ihr das Auto anmelden könnt. Und die ist alles andere als billig. Für einen simplen VW Golf müsst ihr ein Budget von etwa 100 000 Euro einplanen. Die Erlaubnis ist für zehn Jahre gültig. Ein Auto in Singapur zu haben ist keine Notwendigkeit, sondern ein Statussymbol. Wie auch Hunde übrigens, die auch teuer zu erstehen sind und nicht in den Gebäuden der Regierung erlaubt sind. Man braucht also ein Haus, um einen Hund zu haben. Da Hunde nicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln erlaubt sind, braucht man auch ein Auto. Wenn ihr nach einem reichen Partner oder einer reichen Partnerin in Singapur Ausschau halten wollt, zielt auf die Leute in den Parks ab, die gerade ihre Hunde Gassi führen. Umso mehr Hunde, umso reicher sind sie.

Wie ist das Ganze überhaupt möglich? Es wird euch vielleicht überraschen, zu lesen, dass Singapur, außer auf dem Papier, keine Demokratie ist. Singapur ist eine Autokratie, und wahrscheinlich die einzige in der Welt, die auch funktioniert.

Unser Fahrradführer hat uns hierfür ein weiteres Beispiel gegeben. Wir stehen vor einer Beule auf einer großen Wiese und er erklärt uns, dass dies der höchste Berg Singapurs ist. Nicht, weil das Land flach wie eine Flunder ist, sondern weil diese Beule die „Speaker's Corner“ ist, welche äußerst schwierig zu erklimmen ist. In Singapur müssen Demonstrationen vorweg von der Regierung genehmigt werden und können nur auf dieser Wiese stattfinden. Und nur auf diesem Huckel dürfen lautstark diese vorher genehmigten Dinge bekundet werden. „Deshalb ist dieser Hügel der am schwierigsten zu erklimmende im Land,“ sagt unser Führer und springt mühelos auf ihn drauf.

Wir lassen unseren Fahrradführer Fahrradführer sein und nehmen den Bus, um uns etwas von den ganzen Touristen im Stadtzentrum zu entfernen. Unser Ziel? Ein Vogelsangclub in einem Nachbarschaftspark einer Hochhaussiedlung. Hier stecken hunderte Stangen mit angebrachten Anhängevorrichtungen in der Wiese. An manchen hängen Vogelkäfige, aber durch den Regen sind viele Clubmitglieder zu Hause geblieben. Wir lauschen den Vögeln beim Singen und schauen dabei zu, wie die Käfige mit einem Flaschenzugsystem angebracht und abgehängt werden.

Weiter geht’s mit der Haw Par Villa. Das ist nicht wirklich eine Villa, sondern ein Park mit hunderten bunten Statuen. Diese Sammlung stammt von den burmesischen Brüdern, die den Tigerbalsam in Thailand erfunden und sich schließlich in Singapur und Hong Kong niedergelassen haben. Neben dem Park mit den normalen Statuen gibt es auch einen Park mit blutigen Darstellungen der buddhistischen Hölle. Wir haben uns dort auch ein T-Shirt gekauft, um unserem Besuch in der Hölle zu gedenken.

Wir fahren ganz in den Süden des Landes, zur Insel Sentosa. Auf dieser künstlichen Insel findet man alle Vergnügungsparks, Strände, und ähnliches. Auch gibt es hier automatische Sonnencremespender, wenn ihr sie mal wieder vergessen haben solltet.

Wir gehen auch zum südlichsten Punkt Kontinentalasiens. Oder zumindest laut der Argumentation des Ortes. Dieser Punkt befindet sich auf einer Insel, die jedoch mit einer Brücke mit der Insel Sentosa verbunden ist, die wiederum mit der Hauptinsel Singapurs verbunden ist, die sie auch wiederum durch eine Brücke mit dem Festland des asiatischen Kontinents verbunden ist. Ihr seht, Brücken sind wichtig.

Wir kommen auf den Geschmack vom singapurischen Frühstück, bei dem es Café oder Tee, Toast mit Kokosnussmarmelade und ein weiches Ei gibt, das wirklich äußerst wenig gekocht wurde und das mit einer Soße vermischt wird, die einfach nur „schwarze Soße“ genannt wird. Sehr lecker.

Wir schauen uns den größten buddhistischen Tempel der Welt außerhalb Chinas an. Und, ja, der war groß.

Und schon ist unsere Reise nach Singapur zu Ende. Wir müssen wieder zurück nach Chiang Mai, mit Kompott anstatt Füßen. Die Bilanz: 65 km zu Fuß in drei Tagen.

Und das ist auch schon das Ende, nicht des Jahres oder der Reisen, sondern dieses Artikels. Also, tschau! 

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